In 3 einfachen Schritten online zur Mietzinsreduktion mit dem individualisierten Musterbrief von TripliQ


19.02.2021 Steven Wolfseher Steven Wolfseher

Durchschnittlich können Schweizer Mieter Ihre Miete um durchschnittlich 70 Franken pro Monat senken. Da nur wenige VermieterInnen von sich aus die Mietzinsreduktion weitergeben, müssen MieterInnen selbst handeln: Hier der “How-To” Guide von TripliQ und ein Online Tool um den Musterbrief mit wenigen Klicks online zu erstellen.


1. Überprüfen deinen Anspruch

Um den Anspruch zu verstehen, beantworten wir kurz die wichtigsten Fragen:

Was ist der Referenzzinssatz?

Der Referenzzinssatz stützt sich auf den hypothekarischen Durchschnittszinssatz der Banken in der Schweiz.

Wann wird der Referenzzinssatz bekannt gegeben?

Der aktuelle Stand des Referenzzinssatzes wird vierteljährlich durch das Bundesamt für Wohnungswesen mitgeteilt. Er ist die Basis für Mietzinsanpassungen in bestehenden unbefristeten Mietverhältnissen.

Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat seit Jahren den Zinssatz gesenkt. Zuletzt geschah dies im März 2020; dieser liegt nun bei 1.25 Prozent:

Wie berechne ich die Mietzinsreduktion?

Wenn der aktuelle Mietzins höher als der aktuelle Referenzzinssatz von 1.25% ist, steht dir eine Senkung des Netto Mietzinses um einen festen Prozentsatz (siehe Tabelle) zu:

Der aktuelle Mietzins beruht auf dem Zinssatz von 1.50% 1.75% 2.00%
Mietzinssenkung auf den aktuellen Referenzzins von 1.25% -2.91% -5.66% -8.26%

Beispiel:

Wenn dein aktueller Mietzins bei 2% liegt und du eine monatliche Miete von CHF 1000 zahlst, kannst du monatlich CHF 82,6 (8.26%) / jährlich CHF 991,2 sparen:

Beispiel Rechnung Monat Jahr
Aktuelle Miete (Referenzzins 2%) CHF 1000,00 CHF 12.000,00
Zukünftige Miete (Referenzzins 1.25%) CHF 917,40 CHF 11.008,80
Ersparnis CHF 82,60 CHF 991,20

Welche Ausnahmen gibt es?

Dein Anspruch hängt neben dem Referenzzinssatz auch von zwei weiteren Punkten ab: Der Teuerung und den allenfalls gestiegenen Betriebs- und Unterhaltskosten. Je nachdem, wie sich diese Faktoren seit Vertragsschluss oder der letzten gültigen Mietzinsänderung verändert haben, fällt der Senkungsanspruch anders aus. Meistens bleibt eine Reduktion zugunsten der MieterInnen.

Was brauche ich schlussendlich um meinen Anspruch zu prüfen?

Um deinen Anspruch überprüfen zu können, musst du wissen, auf welchem Referenzzins dein bisheriger Nettomietzins basiert. Den Referenzzinssatz findest du in deinem Mietvertrag. Massgebend ist die letzte Mietzinserhöhung oder der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültige Referenzzins, wenn der Mietzins sich seit Mietbeginn nie verändert hat.

2. Erstelle den Herabsetzungsgesuch in 3 simplen Schritten mit TripliQ online

TripliQ ermöglicht dir, dass Musterschreiben gratis und in weniger als 5 Minuten auszufüllen. Dabei ist es einfacher zu bedienen als ein Word-Template sowie auch garantiert fehlerfrei. Das Schreiben wird auf dich individualisiert und kann direkt online unterzeichnet und abgeschickt werden. Einfacher geht's nicht!

  1. Erstelle dein Schreiben ganz einfach online
  2. Fülle deine und die Daten des Vermieters ein.
  3. Unterzeichne das Formular direkt online und schicke es per E-Mail an dich selbst oder lade dir das Schreiben als PDF oder Word Datei herunter.

Das Schreiben muss jedoch am Schluss noch eingeschrieben an den Vermieter gesendet werden. Dabei wird dieses immer auf den nächstmöglichen Kündigungstermin wirksam. Dein Brief muss somit unbedingt vor Beginn der Kündigungsfrist eintreffen. 

Mietzinsreduktion Musterbrief (Schweiz)
Kostenlos

Da nur wenige VermieterInnen von sich aus die Mietzinsreduktion weitergeben, kannst Du kostenlos mit unserem Online Tool den Musterbrief mit nur wenigen Klicks erstellen.

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3. Was, wenn du dich mit dem Vermieter nicht einigen kannst oder der Vermieter innerhalb der gesetzten Frist nicht reagiert?

Grundsätzlich hast du das Recht, den Fall vor die Schlichtungsbehörde zu bringen. Dazu musst du ein Senkungsbegehren an die im Ort zuständige Schlichtungsbehörde stellen. Vor dem Gang an die Schlichtungsstelle sollten du dich aber vom Mieterverband beraten lassen.

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